Dança Alegria Community Guidelines
Mitglied von Dança Alegria – und der Zouk-Community im Allgemeinen – zu sein, erfordert ein gewisses Maß an Etikette und gemeinsamer Grundhaltung. Hier sind einige Leitlinien, die sowohl dein eigenes Tanzen als auch dein Engagement in unserer Community unterstützen sollen. Dieses Dokument dient dazu, ein gemeinsames Verständnis für ein gutes Miteinander auf und um die Tanzfläche zu schaffen. Bei Fragen kannst du uns jederzeit kontaktieren.
Dança Alegria setzt sich dafür ein, ein sicheres, integratives und angenehmes Tanzerlebnis für alle zu ermöglichen – unabhängig von Tanzfähigkeiten oder Hintergrund, Geschlecht oder Geschlechtsidentität, Alter, sexueller Orientierung, Fähigkeiten, äußerem Erscheinungsbild, Körpergröße, Herkunft, Religion oder anderen persönlichen Merkmalen.
Sicherheit auf der Tanzfläche:
- Fordere deine Partnerin/deinen Partner zu Bewegungen auf; zwinge sie/ihn niemals zu Bewegungen, die sie/er noch nicht ausführen kann oder sich damit unwohl fühlt.
- Wärme dich zu Beginn des Tanzes individuell auf – aus Respekt gegenüber deiner/m Partner*in.
- Führe Anfänger*innen nicht in Kopfbewegungen.
- Respektiere gesetzte oder implizierte Grenzen deiner/deines Tanzpartners. Wenn sie/er dich bittet, etwas nicht zu tun – verbal oder nonverbal –, dann unterlasse es.
- Unterrichten auf der Social Dancefläche wird nicht empfohlen, da es dazu führen kann, dass ungeübte Tänzer*innen gefährliche oder zu anspruchsvolle Bewegungen ausprobieren. Gemeinsames Üben ist jedoch ausdrücklich erwünscht.
Respekt auf der Tanzfläche:
- Wenn jemand eine Tanzanfrage ablehnt, respektiere dies und nimm es nicht persönlich. Es kann viele Gründe geben, „Nein“ zu sagen, die nichts mit dir zu tun haben. Gleichzeitig: Achte darauf, wie du selbst ein „Nein“ formulierst.
- Enge Körperverbindung ist ein schöner Teil von Brazilian Zouk, aber nicht notwendig für ein verbundenes, spaßiges und angenehmes Tanzerlebnis. Achte auf das Wohlbefinden deiner/deines Partners und zwinge keinen engen Körperkontakt auf.
- Die Social Dancefläche ist kein Ort für Feedback. Genieße den Tanz so, wie deine/dein Partner tanzt, und verzichte auf Verbesserungsvorschläge. Feedback kann in einem Raum, der dem Spaß dient, demotivierend sein. Auch wenn es verlockend ist, Feedback von erfahrenen Tänzer*innen oder Lehrer*innen einzuholen – vielleicht möchten sie einfach nur den Tanz mit dir genießen.
- Jegliche Form von Belästigung wird nicht toleriert. Dazu zählen unangemessene Kommentare, verbale Übergriffe, Einschüchterung, Mobbing, Stalking, unerwünschtes Fotografieren oder Filmen, anhaltende Störungen, unangebrachte körperliche Berührungen sowie unerwünschte sexuelle Aufmerksamkeit.
Wenn du dich auf der Tanzfläche bei einem unserer Events unwohl oder unsicher fühlst, kontaktiere bitte ein Vorstandsmitglied von Dança Alegria. Wir unterstützen dich.
Bei belästigendem oder unsicherem Verhalten ergreift der Vorstand angemessene Maßnahmen. Wer aufgefordert wird, solches Verhalten zu stoppen, muss dem unverzüglich nachkommen.
Workshops:
- Komme bitte pünktlich! Warm-ups sind wichtig und ein Bestandteil des Unterrichts. Zuspätkommen führt zu verpasster Schlüsselinformation und verlangsamt den Aufbau der Klasse.
- Persönliche Hygiene ist im Paartanz äußerst wichtig – Zähne putzen, Kaugummi und Wechselshirts mitbringen.
- In Vereins-Workshops: Bitte während des Unterrichts nicht reden, außer in Übungsphasen. Sonst verpasst du wichtige Infos und störst Klassenablauf und Lernatmosphäre.
- Gib Lehrenden ihre Pausen – sie brauchen Zeit zum Durchatmen, um weiter qualitativ unterrichten zu können.
Brazilian Zouk ist technisch anspruchsvoll; Dança Alegria arbeitet kontinuierlich daran, dass alle sicher und verantwortungsvoll tanzen. Fortgeschrittene Bewegungen können gefährlich sein, wenn sie ohne Technik ausgeführt werden. Bitte verzichte darauf, solche Bewegungen auf Socials bei DA einzubauen, bevor du sie sicher beherrschst.
Fortgeschrittene Bewegungen beinhalten:
- Cambre (Dip)
- Balao (kreisende Kopfbewegung in Bewegung)
- Boneca (kreisende Kopfbewegung)
- Tilted Turns (Drehungen mit geneigtem Oberkörper)
- Frango Assado („Brathähnchen“ – Kopf bleibt auf einer Achse geneigt)
- Drehungen auf einem Fuß
- Weitere Kopfbewegungen
Zouk soll sich angenehm anfühlen. Es ist deine Verantwortung, keine Bewegungen zu tolerieren, die sich aus irgendeinem Grund unangenehm anfühlen. Komfort beider Partner ist wichtiger als jeder Move.
Lehrende können jederzeit darum bitten, bestimmte Bewegungen nicht zu führen oder zu folgen, wenn sie diese als unsicher einschätzen. Ziel ist es immer, starke Grundlagen zu schaffen.
Achte wachsam auf die Umgebung, um Zusammenstöße zu vermeiden. Beide Tanzpartner tragen Verantwortung für Floorcraft. Leaders müssen besonders darauf achten, ihre Follows nicht in Kollisionen zu führen – insbesondere bei Kopfbewegungen in überfüllten Räumen.
Followers sollen die Richtung, Größe und Geschwindigkeit geführter Bewegungen nicht eigenständig verstärken oder verändern – außer zur Kollisionsvermeidung oder um Komfort wiederherzustellen. Große Armbewegungen in vollen Räumen vermeiden.
Dança Alegria übernimmt keine Haftung für Verletzungen; jede/r Teilnehmende trägt Verantwortung für die eigene Sicherheit.
Sicherheit auf der Tanzfläche: Persönliche Grenzen
Jeder Tanz ist ein Geschenk, das du gibst. Du bist niemals verpflichtet zu tanzen und kannst jeden Tanz ablehnen oder frühzeitig beenden – jederzeit und ohne Begründung. Du entscheidest über deine eigenen Grenzen.
Jeder Tanz ist auch ein Geschenk, das du erhältst. Niemand ist dazu verpflichtet, mit dir zu tanzen. Respektiere die Grenzen deiner Partner*innen. Frage um Zustimmung, wenn du vermutest, eine Grenze zu berühren. Eine Entschuldigung ist angebracht, wenn du eine Grenze überschritten hast oder dies geäußert wurde.
Menschen tanzen aus unterschiedlichen Gründen – Technik, soziale Freude, Gemeinschaft. Unterschiedliche Motivationen sind gültig. Respektiere diese Unterschiede.
Zum „Nein“-Sagen
Ein „Nein“ kann für beide Seiten unangenehm sein – dennoch ist es wichtig und oft respektvoller als ein halbherziges „Ja“. Ein ehrliches „Nein“ schafft Vertrauen in jedes spätere „Ja“.
Auch nonverbale Signale sind Kommunikation. Wenn du merkst, jemand sagt nur aus Höflichkeit „Ja“, gib ihnen die Möglichkeit, ehrlich abzulehnen. Wenn jemand mehrmals verneint, gib Raum.
Nicht jede Person ist mit denselben Bewegungen, Berührungen oder Nähe wohl. Du musst nichts akzeptieren, womit du dich unwohl fühlst – auch wenn es in der Community üblich ist.
Fragen ist der einfachste und sicherste Weg, Komfort abzustimmen – besonders bei neuen Partner*innen und bei Bewegungen mit mehr physischer Nähe. Grenzen dürfen sich jederzeit ändern.
Beschwerden über erzwungene Nähe oder Grenzüberschreitungen werden ernst genommen und können zu Ausschluss von Veranstaltungen führen.
Anfänger*innen
Wir ermutigen alle, gezielt auf neue Tänzer*innen zuzugehen. Jeder hat einmal begonnen. Gleichzeitig: Du musst nicht aus Pflichtgefühl jeden Tanz annehmen. Wähle Momente, in denen du auch wirklich Freude daran hast.
Anfänger*innen schulden niemandem Dankbarkeit oder müssen Unterricht während des Tanzens über sich ergehen lassen. Du bringst bereits Wert für den Tanz mit, unabhängig vom technischen Level.
Belästigung
Jegliche Form von Belästigung wird nicht toleriert. Dies umfasst auch Online-Belästigung innerhalb der Schule. Mobbing, Einschüchterung oder Rufschädigung können Maßnahmen nach sich ziehen. Bei Nichteinhaltung der Regeln kann ein Ausschluss ohne Rückerstattung erfolgen.
Wenn du Belästigung erfährst oder beobachtest, kontaktiere eine DA-Ansprechperson. Anonymität wird – sofern möglich – respektiert. Wir unterstützen Betroffene unmittelbar und sorgen dafür, dass sie sich sicher fühlen können.
Feedback an andere Schüler*innen
Wir tragen gemeinsam Verantwortung für eine gute Lernumgebung. Ungefragtes Feedback ist nicht erwünscht und kann frustrieren oder ablenken. Dafür gibt es Unterricht und Lehrende.
Wenn wiederholtes unerwünschtes Feedback abgegeben wird, folgen Hinweise durch das Team. Bei fortgesetztem Verhalten sind Maßnahmen möglich.
Hilfreiche Formulierungen bei Unsicherheiten im Training:
- „Ich habe Schwierigkeiten mit der Bewegung – wie fühlt es sich für dich an?“
- „Kann ich etwas tun, damit es sich für dich angenehmer anfühlt?“
- „Ich spüre die Führung noch nicht ganz – können wir es noch einmal versuchen?“
- „Wollen wir eine Lehrperson bitten, kurz draufzuschauen?“
Bei Socials ist Feedback tabu – außer bei klaren Sicherheitsbedenken. Kein Unterricht auf der Socialfläche, da dies zu Verletzungen führen kann.
Wenn dir etwas unangenehm ist oder Schmerzen verursacht, sprich es an. Tanzen soll angenehm und schmerzfrei sein!
